Die Rolle von Schweizer Medien in Putins hybridem Krieg

Die Rolle von Schweizer Medien in Putins hybridem Krieg

Gestern rollte durch die Schweizer Medienwelt eine Propagandawelle, von Tages Anzeiger bis zu Sonntagszeitung, Blick und 20 Min, die nun bereits das zweite mal das Ziel verfolgt, wesentliche Teile des Ukrainischen Verteidigungssystems als Nazis und Neonazis zu diskreditieren, bzw. die aus der Schweiz die Ukraine unterstützenden Diaspora Ukrainer und ihr Umfeld auch noch grad. Wissenschaftler wie z.B. Edward Lucas beschreiben diesen Teil der Russischen hybriden Kriegsführung sehr präzise und differenziert, bis hin zu der offensichtlichen Vernetzung solcher Medienkriegsführung bis hin zum Aussenminister Lawrow, der zeitlich synchronisiert medienwirksam in die exakt gleichen Kerben haut. Erschrecken ist dabei vor allem zu sehen, in welchem Verhältnis die riesige breite Aufmachung und Medienpräsenz steht zu der doch hauptsächlich auf Spekulationen und sehr dünne „Beweise“ bzw. lächerlich kleine Beträge abgestützte eigentliche Story die dafür zum Anlass genommen wird.

Dass das professionellen Medienschaffenden in der Schweiz, gut bezahlte Mitarbeiter von namhaften Medien der Schweiz nicht sofort klar geworden ist, schreckt auf und man muss die Frage stellen:

Wie stark werden Schweizer Medien in Putins hybriden Krieg bereits gezielt instrumentalisiert, bzw. wie stark und in welchem Ausmass lassen sie sich durch Putins hybride Kriegsmaschinerie willfährig instrumentalisieren?

Nun ist bereits der 13. illegale Russische Konvoi auf Ukrainisches Territorium gefahren, mit zahlreichen Lastern. So versorgte Russland seine Armee in der Ukraine erneut mit Nachschub, Waffensystemen, Raketen, Munition, Brennstoff, alles was den ganzen Tag über schiessende Russische Panzerkolonnen und die dazugehörenden Verbände bis zu modernstem Gerät der elektronischen Kriegsführung eben an Nachschub so benötigen. Das sind gigantische Versorgungsaktionen. Hat sich unsere oben erwähnten gut bezahlten Schweizer Medienschaffenden auch nur annähernd mit diesen illegalen und Völkerrecht verletzenden logistischen Grossoperationen Russlands in der Ukraine auch nur in einem annähernd vergleichbaren Ausmass beschäftigt? Würden sie das tun, sie müssten angesichts der Menge an vorliegenden harten Fakten und Berichten bis hin zu OSZE Berichten, IKRK Berichten, NATO Berichten usw. 20 Extraausgaben drucken.

Auch zu der für die Krimtataren sehr existenziell werdenden Bedrohung durch das in jeder Hinsicht kriminelle Vorgehen Russlands auf dem souveränen Territorium der Ukraine lese ich in den oben erwähnten Medien sozusagen nichts, obwohl dazu von unabhängigen Organisationen zahlreiche Berichte existieren. Und angesichts des inhaltlichen Gewichtes dieser Menschenrechtsverletzungen Russlands gegen die Krimtataren, angesichts des monströsen Ausmasses, wären die oben erwähnten Schweizer Medien nicht bis ins Mark bereits Teil von Russlands hybridem Krieg und würden sie diesen Inhalten das selbe Mass an Aufmerksamkeit widmen wie in den bereits erwähnten schrill wirkenden Berichten zu Neonazis, ihre Extraausgaben würden die Zeitungskioske überschwemmen.

sg

https://www.securityconference.de/en/media-library/video/single/panel-discussion-who-is-ready-for-hybrid-warfare/

http://www.blick.ch/news/unterstuetzung-im-kampf-gegen-separatisten-neonazis-spenden-fuer-ukraine-krieg-id3466742.html#community_article_comments_default_3466742

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Schweizer-Neonazis-liefern-Geld-in-die-Ostukraine/story/13160853

Plastikhelme als Erinnerung in der Nähe des Maidan in Kyiv, Photo: Simon Gerber

Plastikhelme als Erinnerung in der Nähe des Maidan in Kyiv, Photo: Simon Gerber

 

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