Der Wolf im Schafspelz oder die neue DDR Fritz Ehrlich zur Lebensmittelvernichtung in Russland


Der Wolf im Schafspelz oder die neue DDR

Der in Russland aktive deutsche Milchunternehmer Stefan Dürr ist mit seiner Firma „Ekoniva“ bisher recht erfolgreich in Russland gewesen. Jetzt erlebt er einen nie da gewesenen Aufschwung, mit zielichen Haken allerdings. Er war einer derjenigen, die Putin geraten hatten, die Gegensanktionen einzuführen und die grau und schwarz importierten Milchprodukte vernichten zu lassen.
Jetzt kommt er kaum mit der Produktion hinterher und er freut sich ein Kind in den Bauch, dass die Preise steigen und der Handelskonzern „Metro“ jetzt händeringend Produzenten sucht.
Wir kennen solche Prozesse aus der Geschichte. Auch die DDR kam nach dem Mauerbau wirtschaftlich auf die Beine, aber um einen hohen Preis: die Produktivität fiel immer weiter hinter das Weltniveau zurück, die DDR-Mark sank und sank im Wert auf dem Schwarzmarkt – es war der direkte Weg in die Hölle, irgendwann war der Spuk vorbei, mit fatelen Folgen, die DDR hörte auf zu existieren.
Damit aber nicht genug. In einem Interview mit Felix Rohrbeck von der „Die Zeit“ wird er sogar zum Propagandatroll und bedient sich der Methoden der russischen psychologischen Kriegsführung. Er hat angeblich Angst, dass die Russen in die Ukraine einmarschieren, sagt er. Damit wird Angst geschürt, der Finger gehoben und gesagt: die Russen könnten ja auch anders, wenn sie wollten.
Könnten sie eben nicht! Einmal einmarschiert würde Russland endgültig den Bach runterrauschen, nach einem Jahr würden sie nicht mehr nur die Ukraine wieder aufgeben müssen, weil sie dort ohnehin hinter jedem Baum den Tod erwarten müssten, sie würden auch Sibirien, Tschetschenien und andere Teile verlieren. Russland würde endgültig untergehen.
Ich bringe das mal mit der versteckten Drohung eines Einmarsches in die Ukraine auf den Punkt: das ist etwa so, wie wenn ein unartiger Bengel, dem die Eltern ein neues Spielzeug verweigern, sagt, „dann gehe ich eben in den Laden und nehme mir was ich will“. Wie verdreht muss man im Kopf eigentlich sein, um so etwas über die Lippen zu bringen, was da in diesem Artikel steht.
Auch was „Ekoniva“s Dürr zu den , leider nun sehr hohen Zinsen von 29% sagt, ist pure Demagogie. Die hohen Zinsen sind doch nicht in erster Linie das Resultat der Sanktionen oder sagen wir besser Sanktiönchen. Sondern sind das Resultat einer völlig falsch ausgerichteten Wirtschaft, die praktisch nur auf 3 Säulen steht: Öl, Gas und Waffenproduktion. Man kann doch nicht einerseits den Markt abschotten und dann auf niedrige Zinsen hoffen. Das eine geht nun einmal nicht ohne das andere. Aber Dürr weiß das alles offensichtlich nicht und gibt versteckt dem Westen die Schuld, weil die ja keine billiges Geld mehr geben.
Unter dem Strich bleibt: Dieser so genannte Unternehmer Dürr hat sich seinen Hausmarkt abschotten lassen, toll wie das in einer Diktatur geht. Das ist eben das gefährliche an Diktaturen, ein falscher Berater (und solche gibt es Dunstkreis der Macht wie Schmeißfliegen zu Hauf), einmal mit dem falschen Bein aufgestanden, ein Denkfehler des Führers, Präsidenten, Imperators oder wie auch immer sich in der Geschichte Diktatoren nannten, und alles geht zum Teufel, da es keine demokratische Kontrolle, keine öffentliche Diskussion, keine verantwortungsbewusste Zivilgesellschaft gibt.


Da ich seit über 20 Jahren als Unternehmer in Osteuropa aktiv bin sage ich aus eigener Erfahrung, wer sich in dieser Gegend eng mit politisch Verantwortlichen zusammentut schließt einen Pakt mit dem Teufel. Solche Kontakte hinterlassen immer verbrannte Erde. Ich vermeide deshalb tunlichst einen zu engen Kontakt mit diesem Sumpf.
Russland ist keine Demokratie, jeder Unternehmer dort weiß das, ohne Korruption hätte er niemals so wachsen können, völlig ausgeschlossen. Er ist also Teil dieses Systems geworden. Was will man also anderes erwarten an Aussagen von so einem Menschen. Hier zieht sich ein Wolf den Schafspelz an.

Quelle Interview: In „Die Zeit“ unter

Russland-Sanktionen: „Schmuggelware muss vernichtet werden“ | ZEIT ONLINE.

Ein Wochenmarkt in der südrussischen Stadt Stavropol

2 Kommentare

  1. sascha313 · August 14, 2015

    Sascha313,
    Ihr Kommentar wurde kreativ bearbeitet, so wie Sie ja auch die Fakten „kreativ bearbeiten“. Wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie sich anmassen, andere ehemalige DDR-Bürger belehren zu können – mit solchen Scheuklappen wird das allerdings ziemlich holperig!

    DER ADMINISTRATOR

    Gefällt mir

  2. Fritz Ehrlich · August 14, 2015

    Hallo Sascha 🙂 Ich entnehme aus Deinem Namen, dass Du eher einen russischen Hintergrund hast, Sascha ist die russische Koseform von Alexander.
    Na ja, ist ja erst mal nichts Schlimmes. 🙂 Aber dass Du bis heute nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen hast, sieht man auf Deinem Blog, und das ist schlimm. Wer so etwas schreibt wie „Eine revolutionäre Freundschaft: Stalin und Kirow…“ scheint nicht nur in der Schule sitzen geblieben zu sein, sondern auch im realen Leben.
    Offensichtlich sucht Du neue Klicks für Deinen vermurksten Blog, Du hattest heute einen mehr, durch mich. Sei froh, es war der letzte. Denn Deine Artikel schreibst Du ja offensichtlich auch nicht selbst, sondern kopierst einfach RT und Ruplty (oder wie sich dieser Scheiß schreibt). Versuch’s doch mal mit selber denken. Um sich mit uns auf einem Niveau zu unterhalten musst Du schon ein paar Ligen höher klettern. Also Vorwärts zur Sonne, zur Freiheit… )))

    Gefällt 1 Person

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